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ANZELDIENST
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R E D I G T A U S D E R
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R C H E
Sonntag, den 13.01.2008 um 9.30 Uhr
Wozu der Mensch geschaffen ist /
Zum Bilde Gottes schuf Er ihn
Von Pastor Wolfgang Wegert ©
Bibeltext: „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.“
(1. Mose 1,27)
Wir haben eine längere Periode hindurch
über das Wesen und den Charakter Gottes
gesprochen – über Seine Allmacht, Seine
Allgegenwart und Allwissenheit, über Seine
Unwandelbarkeit und Seine unabhängige
Selbstexistenz. Wir haben auch Gottes mora-
lische Eigenschaften betrachtet wie z. B.
Seine Güte und Liebe, aber auch Seine Hei-
ligkeit und Gerechtigkeit.
Nun wollen wir uns in einer weiteren klei-
nen Predigtreihe dem Menschen zuwenden
und schauen, was die Bibel über ihn sagt
und welches Bild sie von ihm zeichnet. Wo-
her kommt er. Wie ist er beschaffen, und
wozu ist er erschaffen.
I.
WOZU DER MENSCH ERSCHAF-
FEN IST
Daß Gott den Menschen am sechsten Tag
Seiner Schöpfung erschaffen hat, bezweifeln
Christen, die an die Irrtumslosigkeit der Hei-
ligen Schrift glauben, nicht. Es fällt ihnen
auch nicht schwer zu akzeptieren, daß es
wirklich nur sechs Kalendertage waren, an
denen Gott Sein Werk vollbracht hat. Der
Schöpfungsbericht sagt nämlich selbst ganz
genau, wie lange ein Schöpfungstag gedau-
ert hat, jedes Mal heißt es: „Da ward aus
Abend und Morgen der erste (…zweite
…dritte …sechste) Tag“ (1. Mose 1,8).
Wie lange dauerte also ein Schöpfungstag.
Tausend Jahre lang. Nein, er bestand aus
einem Abend und einem Morgen, aus einem
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Und
das beschreibt logischerweise 24 Stunden.
Jemand mag einwenden, daß die Erde dann
ja nur rund 6.000 bis 10.000 Jahre alt wäre.
Das ist nicht unbedingt gesagt. Wenn es in 1.
Mose 1, 1 heißt, daß Gott am Anfang Him-
mel und Erde schuf, muß das nicht mit dem
ersten Schöpfungstag gleichgesetzt werden.
Nein, die Urschöpfung der Welt kann durch-
aus Jahrmillionen zurückliegen. Das mag die
Periode gewesen sein, als die Erde wüst und
leer war, wie es Vers 2 schildert. Aber dann,
eines Tages, begann Gott, Ordnung in das
Chaos zu bringen, und sprach: „Es werde
Licht!“ (1. Mose 1,3).
Erst von da an zählen die Schöpfungstage.
Nicht die Erschaffung von Himmel und Erde
bildeten den ersten Tag, sondern die viel
spätere Erschaffung des Lichtes und die Ein-
setzung von Tag und Nacht machten den
ersten Tag aus. Und der ging zu Ende, als
aus Abend und Morgen einer neuer Tag ge-
worden war.
Innerhalb einer solchen Tagesspanne hat der
Schöpfer auch den Menschen gemacht. Die
Bibel sagt nicht, daß Er ihn in einer langen
Epoche entwickelt hat. Sie sagt auch nicht,
daß Gott an jenem Tag lediglich einen evo-
lutionären Prozeß angestoßen hätte, aus dem
sich allmählich der Mensch herausgebildet
hat. Nein, Gottes Wort sagt ausdrücklich,
daß Gott den Menschen erschaffen
hat. Er ist
ein Schöpfungswunder, ja, die Krone der
Schöpfung! Nach jedem Arbeitstag Gottes