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ANZELDIENST
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R E D I G T A U S D E R
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R C H E
Sonntag, den 20.01.2008 um 9.30 Uhr
Mann und Frau – Ebenbild Gottes
Von Pastor Wolfgang Wegert ©
Bibeltext: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn;
männlich und weiblich schuf er sie.“ (1. Mose 1,27)
„Ich lasse euch aber wissen, daß Christus das Haupt eines jeden Mannes ist;
der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Christi.“
(1. Korinther 11,3)
Wir sprechen heute weiter über den Men-
schen als das Ebenbild Gottes. Jeder Mensch
trägt das Bild Gottes in sich. Wir finden es
in jedem Mann, in jeder Frau und in jedem
Kind.
Nun macht unser Vers auf einen weiteren
ganz wichtigen Aspekt der Ebenbildlichkeit
aufmerksam – nämlich daß Adam und Eva
als Mann und Frau in ihrer Gemeinsamkeit
das Bild Gottes widerspiegeln, denn wir
haben gelesen: „Zum Bilde Gottes schuf er
ihn; männlich und weiblich….“
Inwiefern vervollständigen erst beide, Mann
und Frau gemeinsam, das Bild Gottes. Das
wollen wir uns jetzt anschauen.
I.
MANN UND FRAU SPIEGELN DIE
INNERGÖTTLICHE GEMEINSCHAFT
WIDER
Wir stoßen in der Bibel immer wieder auf
das Geheimnis der Dreieinigkeit Gottes. Da
ist der Vater, der Sohn und der Heilige
Geist, und die drei sind nicht drei Götter,
sondern ein Gott. Das ist wohl der Grund,
warum Gott in der Schöpfungsgeschichte
spricht: „Lasset uns Menschen machen, ein
Bild, das uns gleich sei“ (1. Mose 1,26).
Vater, Sohn und Heiliger Geist stehen für
eine herrliche, innergöttliche Gemeinschaft,
für dauerhafte Liebe, Harmonie und Treue.
Als Himmel und Erde noch nicht geschaffen
waren und auch die Engelwelt noch nicht
existierte, bestand bereits diese tiefe, innige
Beziehung innerhalb der Trinität Gottes.
Und Gott schuf Mann und Frau und stiftete
die Ehe als Schöpfungsordnung, weil sich in
ihr die heilige Gemeinschaft der Trinität
Gottes abbilden sollte. Es gibt zwischen
Menschen keine innigere und tiefere Ge-
meinschaft als die zwischen Mann und Frau.
Sie sind quasi zwei in einem. Sie sind nicht
nur ein Fleisch, sondern als Glaubende auch
eins im Geist.
So wie die Beziehung zwischen Vater, Sohn
und Heiliger Geist dauerhaft, ja ewig ist, ist
auch der Ehebund nicht für eine vorüberge-
hende Zeitspanne gedacht, sondern auf Le-
benslänge angelegt. Und so, wie die Einheit
des Vaters, des Sohnes und des Heiligen
Geistes felsenfest und unzerstörbar ist, soll
auch die Einheit in der Ehe unauflöslich
sein. Weil in Gottes Wesen absolute Treue
ist, darum verkündet Er: „Ich hasse die Ehe-
scheidung …darum hütet euch in eurem
Geist und seid nicht treulos!“ (Maleachi
2,16).
Der Vater steht treu zu Seinem Sohn, der
Sohn steht treu zum Vater. Der Heilige Geist
ist treu in dem, was Vater und Sohn Ihm als
Sendeauftrag gegeben haben. Somit macht
Gott sich selbst zum Vorbild, ja zum Wesen
dessen, was wir als Menschen in unserem
Mannsein und Frausein, d. h. in unserer Ehe,
abbilden dürfen und auch abbilden sollen.