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ANZELDIENST
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Sonntag, den 27.01.2008 / 9.30 Uhr Taufgottesdienst
Neues Leben
Von Pastor Andreas Mertin ©
Predigttext: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen,
siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17)
„Wenn ich doch noch mal von vorn anfan-
gen könnte“, so hört man immer wieder
Menschen sehnsüchtig seufzen. Aber man
kann die Jahre nicht zurückdrehen, und vie-
les kann nicht mehr wiedergutgemacht wer-
den. Dennoch kann man von Grund auf er-
neuert werden. Die Bibel spricht von einer
regelrechten Neuschöpfung, und zwar durch
den Glauben an Jesus Christus. Wir feiern
heute eine Taufe, und diese macht symbo-
lisch äußerlich deutlich, was sich innerlich
bei Menschen vollzogen hat. Das alte Leben
in der Sünde und Schuld ist Vergangenheit
und wird im Taufbecken symbolisch begra-
ben, denn man lebt in einem neuen Leben
mit Gott. Aber wie wird man zu einer neuen
Kreatur, wie empfängt man neues Leben,
und was genau ist damit gemeint. Schauen
wir uns dazu eine Persönlichkeit aus der
Bibel einmal näher an.
I
. DIE LAST DER SÜNDE
Da war ein General, der Oberbefehlshaber
und Verteidigungsminister von Syrien, der
schwer krank war und alles dran setzte, um
gesund zu werden (2. Könige 5). Er war aus-
sätzig – das heißt, er hatte eine schwere
Hautkrankheit, die Symptome von starker
Neurodermitis bis hin zu Lepra aufwies.
Aufgrund der Ansteckungsgefahr bzw. der
„Unreinheit“ im kultischen Sinne wurden
Aussätzige im alten Israel sogar aus der Ge-
sellschaft ausgestoßen und mußten sich in
Lumpen gehüllt von der übrigen Bevölke-
rung fernhalten und vegetierten am Rand der
Gesellschaft. Die Krankheitsform des Minis-
ters war wohl nicht ansteckend, denn dieser
Führer der syrischen Armee konnte seinen
Dienst weiter verrichten. Allerdings war der
Aussatz in jedem Fall eine unangenehme
und schmerzhafte Plage, die sein Leben stark
beeinträchtigte. Als einflußreiche Persön-
lichkeit nahm er ganz bestimmt die besten
Ärzte und Heilstätten in Anspruch – doch
alles ohne Erfolg.
Viele haben heute mit Hautkrankheiten und
Allergien zu tun und halten sehnsüchtig nach
Hilfe Ausschau und sind dankbar für jeden
neuen Hinweis, der Linderung verspricht.
Eine viel größere Plage für unser Leben ist
jedoch die Sünde, die an uns wie Aussatz
haftet, uns von Gott trennt und unser Leben
zerstört. Diese Form von Aussatz ist immer
tödlich. Das Leben ohne Gott und Seine Ge-
bote hat Konsequenzen für die Ewigkeit. Die
Bibel sagt: „Der Sünde Sold ist der Tod“
(Römer 6,23).
Nicht wenige sind der Meinung, daß der
Mensch an sich doch eigentlich nicht so
schlecht sei und man wenigstens im Kern
gute Ansätze fände. Wenn wir ehrlich sind
und mit offenen Augen in das Chaos der
Welt und nicht zuletzt in uns selbst hinein-
schauen, dann muß uns jedoch klar werden,
daß im Menschen nichts Gutes wohnt. Die
Bibel konstatiert, daß der Mensch, ausgelöst
durch den Sündenfall, von Natur aus viel-
mehr das Böse will, anstelle das Gute zu tun.
Alle Menschen sind Sünder, da ist keiner,
der unschuldig ist. (Psalm 14,1-3). Der A-
postel Paulus schreibt: „Darum, gleichwie
durch einen Menschen die Sünde in die Welt
gekommen ist und durch die Sünde der Tod,
und so der Tod zu allen Menschen hindurch-
gedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben
“
(Römer 5,12). Wir bestreiten einen schweren