Mission
„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe“, lautet der bekannte Missionsbefehl aus Matthäus 28. Jesus fordert uns auf, das Evangelium zu verkündigen. Auch sollen wir Liebe üben und Menschen in Not unterstützen (vgl. Matthäus 25,35, 1. Johannes 3,17).
Deshalb gründete Pastor Wolfgang Wegert das Missionswerk Arche. In Zusammenarbeit mit unseren befreundeten Missionaren und Partnergemeinden, predigen wir Christus und leisten auf der ganzen Welt humanitäre Hilfe.
Für weitere Infos zu unseren Projekten klicken Sie auf die markierten Länder in der interaktiven Weltkarte.
Hier sind wir im Einsatz
Ukraine
Die Ukraine ist das zweitgrößte Land Europas und gehört durch den Krieg zu den ärmsten Staaten des Kontinents. Die russische Invasion im Jahr 2022 hat in weiten Teilen des Landes eine kaum zu beschreibende Notlage verursacht. Millionen Ukrainer sind auf der Flucht, Familien wurden getrennt, und viele haben ihre Heimat, ihr Hab und Gut, ihre soziale Existenz und nicht selten geliebte Menschen verloren.
Zuflucht in Partnerkirchen
Die ukrainischen Partnerkirchen der Arche dienen aktuell jede Woche zum Teil mehreren Hunderten nicht selten traumatisierten Flüchtlingen mit Essen, Obdach sowie seelsorgerlicher Begleitung. Einen geregelten Schulbetrieb gibt es in der Zentral- und Ostukraine seit Jahren nur sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr. Deshalb bieten die Gemeinden Betreuungs- und schulergänzende Unterrichtsprogramme an.
Unterstützung für Bedürftige
Das Missionswerk Arche führt gemeinsam mit seinen Partnern umfangreiche Hilfsprogramme durch, sodass Kleidung, Lebensmittel, Hygieneartikel und weitere überlebenswichtige Güter die Menschen vor Ort erreichen. Darüber hinaus fördert die Arche Rehabilitationszentren, Obdachlosenhilfen, Krankenhäuser, Dienste an Kriegswitwen und Gefängnisinsassen, Flüchtlingsunterkünfte im Land für die vielen Binnenflüchtlinge sowie ein Altenheim, das aufgrund des Krieges vollständig von der Ost- in die Westukraine evakuiert werden musste.
Indien
Mit rund 1,48 Milliarden Einwohnern ist Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde. Obwohl die Verfassung Religionsfreiheit garantiert und das Kastensystem offiziell abgeschafft ist, prägen vielerorts traditionelle soziale Strukturen weiterhin das Zusammenleben. Von Geburt an werden die Menschen einer Kaste zugeordnet. Dabei leiden die sog. Unberührbaren auch heute noch unter Diskriminierung sowie teilweise auch unter Verfolgung und Gewalt durch Angehörige höherer Kasten. Es bestehen große soziale Unterschiede. So ist ein Teil der Bevölkerung insbesondere in ländlichen Regionen zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Viele Bauernfamilien kämpfen mit Verschuldung, was jährlich zu Tausenden Suiziden führt. Auch in den Millionenstädten sind die Herausforderungen groß. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung lebt ohne Rechtssicherheit in nicht offiziell zugelassenen Slumsiedlungen. Die Kindersterblichkeit ist im internationalen Vergleich hoch. Jährlich sterben rund 700.000 Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr, häufig an Unterernährung und mangelnder Versorgung mit elementaren Lebensbedürfnissen.
Besonders für Christen ist die Situation in Indien in vielen Regionen bedrohlich. Das Land nimmt auf dem Verfolgungsindex für Religionsfreiheit einen der oberen Plätze ein. Sog. Antibekehrungsgesetze bringen Christen in Gefahr, verleumdet oder verhaftet zu werden. In diesem Klima schrecken extremistische Hindus nicht davor zurück, Gewalt gegen Christen anzuwenden, was zu Anschlägen, Vertreibungen und sogar zu Morden führen kann. Besonders gefährdet sind diejenigen, die einen hinduistischen Hintergrund haben. Sie werden beständig unter Druck gesetzt, zum Hinduismus zurückzukehren, und brauchen Gebete und Unterstützung, da die Polizei bei Gewalttaten oftmals wegschaut.
Betreuung & Unterstützung
von Kindern aus Armenvierteln
Aufgrund des zunehmenden Drucks durch die hinduistische Regierung mussten die von der Arche geförderten christlichen Kinderheime in Chennai, Indien, geschlossen werden. Stattdessen finden aktuell Kinderbetreuungsprogramme statt. Dort kommen Kinder nachmittags zusammen und erhalten durch Partnergemeinden kostenlosen Nachhilfeunterricht und eine Mahlzeit. Den Höhepunkt bilden die jährlichen Weihnachtsfeste, bei denen eine klare kindgerechte Verkündigung des Evangeliums auch an Kinder mit nichtchristlichem Hintergrund aktuell noch möglich erscheint.
Myanmar
Myanmar, auch bekannt als Birma, wird seit Jahrzehnten von einem repressiven Militärregime regiert, das 2021 durch einen erneuten Putsch die Macht übernahm. Das Land leidet unter schweren Menschenrechtsverletzungen, autoritärer Herrschaft und einem blutigen Bürgerkrieg. Christen stehen besonders in den Konfliktregionen unter großem Druck und erfahren nicht selten Diskriminierung und Verfolgung durch die buddhistische Mehrheit.
Die humanitäre Lage verschlechtert sich zunehmend. Viele Menschen mussten aus ihren Dörfern fliehen. Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung ist stark eingeschränkt und viele Kinder sind traumatisiert und von Armut betroffen.
Waisenheim & Kindertagesstätten
In einem von Christen geleiteten Kinderheim in Zentralmyanmar werden vernachlässigte Kinder aufgenommen. Grund der Zustände sind häufig der Tod der Eltern, kriminelle Aktivitäten oder Drogensucht. Dort werden sie in einer liebevollen Umgebung mit regelmäßigen Mahlzeiten, Bildung und psychologischer Unterstützung versorgt und lernen auch das Evangelium kennen. Zudem unterstützt die Arche Kindertagesstätten für vernachlässigte Kinder aus Slumvierteln.
Bibelschule
Eine christliche Bibelschule bildet Pastoren und Sonntagsschullehrer aus, die auch in entlegenen Gebieten neue Gemeinden gründen oder bestehende stärken. Auch dies wird durch die Unterstützung des Gemeinde und Missionswerks Arche ermöglicht.
Schule und Internat der Hoffnung
Die Partner der Arche in Myanmar haben eine Schule gegründet, in der Hunderte Kinder aus den Armenvierteln der Umgebung eine gute Bildung und Perspektive für ihren weiteren Lebensweg erhalten. Zusätzlich ermöglicht ein Internat auch Kindern aus Kriegsgebieten den Schulbesuch, da die Schulen in diesen Regionen des Landes teilweise seit Jahren geschlossen sind. Die Kinder können dort auch Gottesdienste und eine Sonntagsschule besuchen.
Mach mit und unterstütze unsere Arbeit in Myanmar
Israel
Seit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 ist die Bevölkerung dem Nahostkonflikt ausgesetzt, wobei die Geschichte Israels bereits in der Bibel begann. Aufgrund ihrer Historie erheben Juden und Araber Anspruch auf das Land. Als die Vereinten Nationen entschieden, das Gebiet zu teilen und jeweils einen Staat für die Juden und einen für die arabische Bevölkerung zu errichten, lehnten die Araber diesen Beschluss ab. Es folgten viele Anschläge und Kriege. Bis heute ist ein dauerhafter Friede nicht in Sicht. In Israel leben derzeit rund 10 Millionen Menschen. Etwa 7,8 Millionen von ihnen sind Juden, etwa 2,2 Millionen Araber. Auch wenn ihre Zahl abnimmt, leben im Land noch immer etwa 140.000 bis 150.000 Holocaust-Überlebende, deren Familien das Missionswerk Arche besondere Aufmerksamkeit widmet.
Grace & Truth
Church
In der Nähe von Tel Aviv, Israel, befindet sich die Kirchengemeinde Grace & Truth. Unter der Leitung von Pastor David Zadok werden mit Unterstützung der Arche verschiedene missionarische Projekte durchgeführt und humanitäre Hilfe geleistet. Das betrifft z. B. die regelmäßige Begleitung von Holocaust-Überlebenden sowie die Arbeit unter Studenten und Soldaten. Außerdem werden benachteiligte Kinder in einer ortsansässigen Behindertenschule unterstützt. Auch verschiedene evangelistische Projekte, die Literatur, Lehrvideos und Audioprodukte umfassen, werden gefördert. Dies soll dazu beitragen, der Bevölkerung im Heiligen Land die Bedeutung des Messias Jesus Christus nahe zu bringen. Zudem wird der Dienst eines Pastors, der die Bibel ins moderne Hebräisch übersetzt hat, gefördert. Aktuell ist er mit weiteren schriftstellerischen Projekten zur Förderung von Diensten christlicher Leiter und Pastoren im Land beschäftigt.
Russland
Russland ist mit rund 17,1 Millionen km² das flächengrößte Land der Erde. Etwa 143,5 Millionen Menschen leben hier. Damit liegt es in Europa auf Platz eins und weltweit auf Platz neun. Russland verfügt über reiche Bodenschätze, darunter die größten Erdgasvorkommen der Welt, bedeutende Erdölreserven und umfangreiche mineralische Rohstoffe. Die wirtschaftliche und soziale Lage im Land ist jedoch von strukturellen Problemen, regionalen Unterschieden in der Infrastruktur, internationalen Sanktionen sowie den anhaltenden Folgen des Ukrainekriegs seit 2022 geprägt. Das alles wirkt sich auf Preise, Einkommen und Beschäftigung aus und trägt dazu bei, dass ein spürbarer Teil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt.
Unterstützung für Bedürftige
Die Zusammenarbeit der Arche mit den russischen Partnern ist durch die aktuelle Lage stark erschwert, wird aber den Umständen angepasst fortgeführt. Dazu gehören der Aufbau von Kirchengemeinden und sozialdiakonischen Einrichtungen sowie die Betreuung und Hilfe für Alkohol- und Drogenabhängige, arme Familien, alleinerziehende Mütter, beeinträchtigte Kinder und Jugendliche und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen. In den Ortsgemeinden werden warme Mahlzeiten, Kleidung und Medikamente verteilt. Dabei bringen Mitarbeiter den Menschen das Evangelium nahe.
Thailand
Thailand hat rund 71–72 Millionen Einwohner und gehört damit zu den 20 bevölkerungsreichsten Ländern. Etwa 93–94 % der Bevölkerung sind Buddhisten, 5–6 % Muslime und weniger als 1 % Christen.
Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Bangkok zählt zu den meistbesuchten Städten der Welt. Gleichzeitig bestehen erhebliche soziale Probleme. Schätzungen sprechen von 200.000 bis mehr als 300.000 Prostituierten, darunter Zehntausende Minderjährige. Viele Betroffene stammen auch aus ärmeren Nachbarländern. Obwohl Prostitution offiziell illegal ist, wird sie häufig geduldet.
Thailand gilt zudem als Zielland für Menschenhandel. Migrantinnen und Migranten sind oft von Ausbeutung, Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen betroffen, für die auch staatliche Stellen immer wieder kritisiert werden.
Mission unter
unerreichten Volksgruppen
Die Arche unterstützt zwei Ehepaare, die in abgelegenen Provinzen arbeiten, in denen es bisher keine christlichen Kirchen gab. Als Lehrer tätig, nutzen sie die Gelegenheit, Englischkurse anzubieten und gleichzeitig das Evangelium zu vermitteln. Unterstützt von einheimischen Christen organisieren sie Hauskreise, Kinderbibelstunden und Gottesdienste. Mittlerweile sind in zwei Orten durch Gottes Gnade christliche Gemeinden entstanden. Dort verkündigen die Partnermissionare die Gute Nachricht vom Retter Jesus Christus und dienen der lokalen Bevölkerung mit humanitärer Hilfe und Bildungsprojekten.
Argentinien
Argentinien ist flächenmäßig der zweitgrößte Staat Südamerikas. Das Land hat rund 46 Millionen Einwohner. Darunter befinden sich 35 bis 40 indigene Völker, wozu auch die Mbya Guaraní gehören, die insbesondere in der Provinz Misiones im Nordosten des Landes leben. Ursprünglich lebten sie als Jäger und Sammler im Urwald und betrieben Landwirtschaft. Aufgrund verschiedener Umstände, u. a. der Kolonisation sowie der Abholzung des Regenwaldes, hat sich ihre Situation sehr verschlechtert. Es herrscht viel Armut, Krankheit und Bildungsmangel. Besonders schwierig ist ihre Lage in Argentinien, wo sie hauptsächlich isoliert in eigenständigen Gemeinschaften leben. 30 % der Mbya-Guaraní in Misiones sind Analphabeten (Landesdurchschnitt: 2,7 %). 16,5 Prozent der 5- bis 29-Jährigen haben nie eine Schule oder andere Bildungseinrichtung besucht.
Mission im
Urwald
Die Arche unterstützt den Missionar Olaf Smolich und sein Team. Seit vielen Jahren dienen sie u. a. in den Urwäldern im Nordosten Argentiniens, um die Indios der Guaraní-Mbya mit dem Evangelium zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurde mit Hilfe der Arche Mission in einem Dorf der Guaraní-Mbya eine Bibelschule aufgebaut, die unter Begleitung des Missionsteams von einem einheimischen Kaziken (Häuptling) geleitet wird.
Bibelübersetzung für die
Guaraní-Mbya
Unter der Leitung von Missionar Jorge Kelm wird mit Unterstützung des Missionswerks Arche auch eine Bibelübersetzung in die Mbya-Guaraní-Sprache erarbeitet. Das Neue Testament ist bereits fertiggestellt und veröffentlicht. Derzeit arbeitet Jorge mit einem Team einheimischer Guaraní an der Übersetzung des Alten Testaments.
Schule Diego Thompson
Der schottische Baptistenpastor und Lehrer Diego Thompson reiste in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch Argentinien und weitere Länder Südamerikas. Neben seinen evangelistischen Predigtdiensten und der Verbreitung der Heiligen Schrift im ganzen Land war er auch ein evangelischer Pädagoge, der das Bildungswesen Argentiniens auf Grundlage christlicher Werte maßgeblich prägte und modernisierte. Nach dieser Persönlichkeit benannten unsere christlichen Partner die Schule in Virasoro im Bundesstaat Corrientes. Hier erhalten mehrere Hundert Schüler, nicht zuletzt mit Unterstützung der Arche Mission, eine gute Ausbildung, die sich positiv von dem öffentlichen Schulwesen unterscheidet, das unter Lehrermangel, Unterfinanzierung und geringerer Unterrichtsqualität leidet. Gleichzeitig fördert die Arche die von Pastor Alfredo Ramos geleitete evangelisch-reformierte Gemeinde „Luz a las Naciones“, die seit Längerem für ein eigenes Kirchengebäude betet.
Bolivien
Der Plurinationale Staat Bolivien gehört zu den ärmeren Ländern Südamerikas. Rund 12,4 Millionen Menschen leben dort. 36 ethnische Gruppen werden anerkannt. Etwa 40 % der Bevölkerung gehören zu indigenen Völkern wie Quechua, Aymara, Chiquitano oder Guaraní, was die kulturelle Vielfalt des Landes prägt.
Immer wieder kommt es zu sozialen und politischen Unruhen, die schnell eskalieren und zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen können. Zudem bleibt Bolivien ein bedeutendes Transit- und Produktionsland für Kokain, was zu erhöhter Kriminalität und strukturellen Sicherheitsproblemen beiträgt.
Fundacion
Cristiana
Seit einigen Jahren arbeitet das Missionswerk Arche mit der Gemeindebewegung Fundacion Cristianazusammen. Am Regierungssitz La Paz, Bolivien, befinden sich verschiedene Gemeinden, die missionarisch und humanitär unter Kindern und Jugendlichen in Schulen, Kirchen, auf der Straße und öffentlichen Plätzen, im Gefängnis und unter den Einwohnern von Dörfern rund um den Titicacasee wirken. Besondere Gebete braucht die von den Arche-Partnern geleitete Schule, in der Hunderte Schüler eine gute Allgemeinbildung erhalten und zugleich die Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus kennenlernen. Ebenso gehören der Betrieb eines christlichen Radiosenders mit einem 24-Stunden-Programm sowie die lokale Gemeindearbeit zu den regelmäßigen Diensten. Die Arche Mission unterstützt sie dabei.
Kinderevangelisation und Schulunterricht
Ein weiterer segensreicher Dienst ist die Kinderevangelisation in den Anden. Von der Missionarsfamilie Juan und Anouschka Soza begonnen, führen ihre Teams regelmäßig evangelistische Kinderstunden in abgelegenen Bergdörfern außerhalb von La Paz durch. Gott hat die Türen dafür geöffnet, dass sie an mehr als einem Dutzend öffentlicher Schulen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern vielen hundert Schülern Englisch- und Religionsunterricht geben dürfen. Nicht wenige Kinder haben kein funktionierendes Zuhause und sind bereits Opfer von häuslicher Gewalt oder gar Missbrauch geworden. Sie spüren die Liebe der Christen und öffnen ihre Herzen für Jesus Christus und die persönliche Begleitung durch die christlichen Lehrer. Des Weiteren sind die Teams auch im Rahmen von Straßensozialarbeit, Gefängnisseelsorge und Rehabilitation in La Paz unterwegs.
Sambia
Sambia liegt im südlichen Afrika und hat rund 20 Millionen Einwohner. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Damit gehört das Land zu denjenigen mit dem schnellsten Bevölkerungswachstum. Problematisch ist die hohe HIV-Infektionsrate. Hunderttausende Kinder sind dadurch zu Waisen geworden und wachsen mit vielen Einschränkungen in der Grundversorgung bei Verwandten, Pflegefamilien oder in Kinderheimen auf. Aufgrund der großen Armut ist Kinderarbeit von 6- bis 14-Jährigen besonders in ländlichen Regionen verbreitet. Dadurch gehen viele Kinder nicht regelmäßig zur Schule. Wenn sie doch am Unterricht teilnehmen, sitzen sie in öffentlichen Schulen nicht selten mit bis zu 70 Kindern in einer Klasse, was das niedrige Lernniveau prägt.
Hilfe für
Waisenkinder
Im Norden Sambias unterstützt das Missionswerk Arche eine christliche Schule. Die meisten der 350 Schüler sind Waisen und leben zumeist bei einem Großelternteil oder Pflegefamilien in ärmlichen Verhältnissen in den benachbarten Slums. Es werden regelmäßig Gottesdienste gefeiert und bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Zusammen mit anderen Partnern fördert die Arche neben weiteren Projekten ebenfalls in der Hauptstadt ein Kinderheim mit angegliederter Schule. Hier wohnen über 120 Kinder mit gläubigen Hausmüttern zusammen und können in täglichen Andachten von Jesus hören.
Kabwata
Baptist Church
Die Kabwata Baptist Church in Lusaka wird von Pastor Conrad Mbewe und einem Team geleitet. In Partnerschaft mit der Arche führt das Werk besondere Programme für sozial benachteiligte Kinder durch. Dazu gehören neben humanitärer Hilfe auch Unterricht in einer von der Kirche geleiteten Schule sowie Kooperation und regelmäßige Besuche in einem SOS-Kinderdorf. Zudem werden Gemeindegründungen in ganz Sambia und anderen Staaten Afrikas initiiert und betreut.
Ruanda
Ruanda liegt im zentralöstlichen Afrika unweit des Äquators. Es ist der am dichtesten besiedelte Staat Afrikas und seit den 1990er-Jahren durch einen grausamen Völkermord bekannt. In nur drei Monaten wurden rund eine Million Menschen ermordet. Etwa 75 % der kleineren Volksgruppe im Land verloren dabei ihr Leben. Die schreckliche Vergangenheit hat tiefe Wunden hinterlassen, die trotz aller Versöhnungsbemühungen bis heute spürbar sind.
Gemeindegründungen
Gemeinsam mit der afrikanischen Partnergemeinde Kabwata Baptist Church aus Sambia unterstützt die Arche Gemeindegründungsprojekte in der Hauptstadt Kigali und weiteren Städten im Land. Die Bedrängnisse und Einschränkungen für die evangelikalen Kirchen haben in der letzten Zeit stark zugenommen, sodass sich die Glaubensgeschwister aktuell nur online versammeln können und ansonsten Verhaftungen drohen. Es ist das Gebet der Arche, dass ihre Partner die offizielle Zulassung als Kirche behalten dürfen, sie trotz Verfolgungssituation stark im Glauben bleiben und durch eine geänderte Politik der Regierung auch wieder einen Weg finden, sich in einem Gebäude physisch zum Gottesdienst versammeln zu dürfen.
Brasilien
Brasilien ist das größte Land Südamerikas und flächenmäßig der fünftgrößte Staat der Erde. Mit rund 212 Millionen Einwohnern zählt es zu den bevölkerungsreichsten Ländern weltweit. Die Bevölkerung ist ethnisch äußerst vielfältig und setzt sich aus Nachfahren portugiesischer Siedler, Menschen afrikanischer Herkunft, zahlreichen Einwanderergruppen aus Europa und Asien sowie indigenen Völkern zusammen.
Obwohl Schulpflicht besteht, gelten viele staatliche Schulen als unterfinanziert und qualitativ schwach, während private Schulen nur für wohlhabendere Familien zugänglich sind. Auch das öffentliche Gesundheitssystem leidet unter chronischer Unterfinanzierung und regionalen Qualitätsunterschieden. Brasilien kämpft zudem mit einer hohen Kriminalitätsrate, Spiritismus, weit verbreiteter Armut, zahlreichen Favelas sowie Kinderarbeit und Menschenhandel.
300
mit Gideon
40 Jahre lang leitete das Ehepaar Aldino und Maja Krüger das Missionswerk 300 mit Gideon und setzte sich besonders für Kinder und Teenager aus schwierigen Verhältnissen ein. Mittlerweile haben Daniel und Adriana Fich ihre Arbeit übernommen. Die Arche unterstützt das Kinderheim in Lajeado und weitere gemeindliche und soziale Dienste.
In den Armenvierteln der Stadt werden verschiedene Hilfsprojekte durchgeführt. Arme Familien erhalten z. B. Lebensmittelpakete. Gleichzeitig bieten die Christen ihnen Gebet an und laden sie zu den Gemeindeveranstaltungen ein. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Arbeit unter vernachlässigten Kindern aus den Slums und Gemeinden. Jeden Sonntag nehmen mehrere Hundert Kinder an einer Sonntagsschule der verschiedenen Standorte unserer Partnerkirche teil, wo sie nach einem christlichen Kinderprogramm eine nahrhafte Mahlzeit erhalten.
In über 40 Dienstjahren durfte Aldino Krüger mit seinem Pastorenteam 45 Kirchen in der gesamten Region Lajeado aufbauen.
Mission unter
deutschstämmigen Menschen
Ebenfalls im Süden Brasiliens arbeitet die Arche seit vielen Jahren mit dem Missionar Gerhard Janocha zusammen. Gerhard diente vor allem unter den dort lebenden deutschstämmigen Menschen. Die Verkündigung des biblischen Evangeliums der souveränen Gnade der Errettung, die uns in Jesus Christus geschenkt ist, ist ihm wichtig. Vor diesem Hintergrund entstand 2024 die Evangelisch-Reformierte Gemeinde Arca (Arche) in Santa Rosa, die von Gerhard zusammen mit Jonatas und Jeferson Wiede geleitet wird. Während die jüngeren Brüder sich schwerpunktmäßig auf den Gemeindeaufbau vor Ort konzentrieren, ist Gerhard insbesondere als Evangelist in verschiedenen Ländern Südamerikas unterwegs. Dort führt er auf öffentlichen Plätzen oder in Kirchengemeinden Evangelisationen durch. Weiterhin werden Radiosendungen in deutscher Sprache ausgestrahlt, die auch Predigten der Pastoren Christian und Wolfgang Wegert beinhalten. Dazu kommt eine Sozialarbeit in Form von Familienhilfe für arme und kranke Menschen sowie die im Auftrag der Arche regelmäßig stattfindende Aktion „Hoffnung für Kinder“.











































































